Bikram Yoga

Yoga-Legende Bikram Choudhury entwickelte das Bikram Yoga in den 70er Jahren, als er eine bestimmte Abfolge von Hatha Yoga-Positionen in einen fast 40° warmen Raum mit 40% Luftfeuchtigkeit verlegte, da sich die Wärme wohltuend auf den Körper auswirkt.

Trendsetter Bikram Choudhury aus Kalkutta

Der bengalische Yogi Bikram Choudhury aus Kalkutta gilt als einer der erfolgreichsten Yogis der Welt, der das Bikram Yoga erfand und mit seinen Lehren ein Multi-Millionen-Dollar-Vermögen anhäufte. Bereits als kleiner Junge beschäftigte sich Choudhury mit der Yoga-Lehre von Bishnu Ghosh, der zusammen mit seinem Bruder Paramahansa Yogananda als einer der ersten indischen Gurus daran arbeitete, die von östlicher Spiritiualität geprägte Yoga-Lehre an die westliche Gedankenwelt anzupassen und damit für die westliche Welt leichter verständlich zu machen. Bereits mit 14 Jahren wurde Bikram Choudhury als “König der Yogis” bezeichnet.

Nach einem schweren Unfall erklärten die Ärzte ihn für querschnittgelähmt, doch nach eigenen Angaben halfen ihm sechs Monate intensives Training mit Bishnu Ghosh um wieder gehen zu können. Mit der traditionellen Lehre des Hatha Yoga als Grundlage, entwickelte Choudhury eine eigene Serie von 26 Asanas (Positionen) und zwei Atemübungen und begann die ersten Yoga-Schulen im Ausland zu eröffnen, darunter auch Japan und San Francisco.
1973 verlagerte er seinen Wohnsitz in die USA, wo er bald zum gefragten Yogalehrer bei den Stars und Sternchen von Hollywood wurde und sein eigenes Bikram Yoga weiterentwickelte. Seinen Reichtum verdankt Choudhury vor allem der Tatsache, dass er als erster auf die Idee kam, von Fitness Studios weltweit eine Gebühr zu verlangen, wenn sie Kurse im Bikram Yoga anboten.

Heißes Yoga entspannt den Körper

Die Hitze von 40° im Übungsraum soll dabei helfen, die Muskeln besser zu entspannen und die Atmung zu vertiefen. Durch den verbesserten Blutkreislauf und die tiefere Atmung soll die Gesundheit verbessert und die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt werden. Der Hauptgedanke des Bikram Yoga ist dabei, dass bei jedem Asana die Blutzufuhr eines bestimmten Körperteils durch die Haltung abgeklemmt wird. Dadurch versucht der Körper mehr Blut zu pumpen und produziert frisches gesundes Blut, das wiederum die Arterien auffrischt.

Während Choudhury zufolge die Hitze bei diesem Prozess hilft, halten es Ärzte für bedenklich, den Körper bei einer Temperatur, die über der körpereigenen Temperatur von 37° liegt, zu belasten. Wer Bikram Yoga zum ersten Mal ausprobieren möchte, sollte bei Bedenken erst Rücksprache mit dem Hausarzt halten und bei auftretenden Beschwerden das Training sofort abbrechen.