Saunieren

Sauna – gesund schwitzen

Sauna © Hotel Neuhaus / flickr.com

Wer in die Sauna geht, lebt gesünder. Die Finnen wissen das. Regelmäßiges Saunieren hat in vielfältiger Art und Weise positiven Einfluss auf den menschlichen Organismus. Die Hitze erweitert die Blutgefäße und verstärkt die Durchblutung der Haut und der inneren Organe. Schadstoffe werden über die Blutbahnen schneller abtransportiert. Beim Saunieren scheidet die Haut durch den Schweiß eingelagerte oder anhaftende Stoffe ab. Der Körper entschlackt. Das Herz muss kräftiger arbeiten und trägt zusätzlich dazu bei, dass der Organismus gefordert wird. Die Muskulatur wird auf angenehme Weise massiert. Ihre Durchblutung steigert sich. Die Wärme kann gleichmäßig vertieft eindringen und entspannt nachhaltig die Muskelfasern.

Der gesamte Organismus wird trainiert. Durch die abwechselnde Bearbeitung mit Hitze und Kaltwasser ist er gezwungen, sich binnen Minuten auf wechselnde Verhältnisse umzustellen. Er wird im Winter weniger anfällig für die Kälte und im Sommer wird die Hitze besser vertragen. Gleichzeitig wird der Organismus durch regelmäßiges Saunieren weniger anfällig für Infektionen, da das Immunsystem gestärkt wird. Der Körper befindet sich in einem Gleichgewicht, das er auch leichter halten kann. Kältereize werden weniger störend empfunden, als wenn man saunauntrainiert ist.

Die Kaltwasserdusche ist der zweite Teil des Saunavorgangs. Sie ist zwingend erforderlich, um den Körper wieder aus dem einen Extrem der Hitze über das andere Extrem der Kälte zurück in sein Gleichgewicht zu bringen. Ohne Kaltwasserbehandlung würde der Körper längere Zeit weiter schwitzen und den Kreislauf belasten. Vor allem die Kaltwasserdusche oder das Bad im eiskalten Wasser lässt sich trainieren. Wer das Wasser immer kälter stellt, wird bald feststellen, wie belebend der Temperaturwechsel für den Körper ist. Der Organismus befindet sich noch einige Zeit nach dem letzten Saunagang in Hochstimmung und gibt einem das Gefühl, sich jünger zu fühlen. Die Saunagänge können auch noch mit Fußbädern ausgefüllt werden. Die Füße werden je nach Befindlichkeit für etwa zehn Minuten in lauwarmes Wasser gestellt, so dass der Körper in seiner Akklimatisierung angenehm unterstützt wird. Die Sitzung hilft auch, sich mental zu entspannen und auf den nächsten Saunagang vorzubereiten.

Nicht zuletzt ist es wichtig, den über den Schweiß erfolgenden Verlust von Wasser und Mineralstoffen nach dem Saunieren auszugleichen und ausreichend Flüssigkeit, am besten kohlensäurearmes Mineralwasser, zu sich zu nehmen. Der Organismus kann Wasser am einfachsten verarbeiten. Die durch den Schwitzvorgang verbrauchte Energie wird dann auch nicht durch zusätzlich aufgenommene Kalorien ersetzt, so dass auch ein gewisser Abnehmeffekt wahrnehmbar ist. Wer außerdem mit Freunden die Sauna besucht, profitiert auch noch von der Geselligkeit und ist vielleicht zusätzlich motiviert, regelmäßig in die Sauna zu gehen.