Vitamin K
Vitamin K ist der unterschätzte Helfer, der dafür sorgt, dass Blut gerinnen kann und dass der Knochenaufbau gestärkt wird. Vitamin K (Phyllochinon) findet sich in vielen leckeren Gemüsesorten.
Vitamin K unterstützt die Blutgerinnung und den Knochenbau
Eine vielfach unterschätzte Leistung des Körpers ist die Fähigkeit Blut gerinnen zu lassen. Ohne diese würde Blut aus einer offenen Wunde einfach weiterfließen und bis zum Verbluten führen. Das fettlösliche Vitamin K unterstützt die Blutgerinnung des Körpers, indem es auf gerinnungshemmende Proteine einwirkt. Dies ist besonders wichtig für Menschen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, z.B. zum Schutz vor Thrombosen, und die daher einen erhöhten Bedarf an Phyllochinon haben
Neuere Studien haben außerdem ergeben, dass Vitamin K den Knochenbau stärkt. Vor allem ältere Frauen, die an Osteoporose leiden und deren Knochen damit verletzungsanfälliger werden, profitieren von einer erhöhten Zufuhr an Vitamin K durch leckeres Gemüse. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 90mg für Frauen und 120mg für Männer.
Doch damit nicht genug: Vitamin K schützt außerdem vor Arterienverkalkung, die häufig bei Menschen auftritt, die an Osteoporose leiden. Bei Menschen, die regelmäßig ausreichend Vitamin K2 (Menanchinon) durch die Nahrung aufnehmen, lagert sich weniger schädliches Kalzium in den Arterien ab, wodurch Herz und Kreislauf geschont werden. Das Menanchinon wird vom eigenen Darm gebildet, der dazu das Vitamin K1 (Phyllochinon) umwandelt. Man spricht daher gewöhnlich allgemein von Vitamin K, wenn es um die Zufuhr des Vitamins über die Nahrung geht.
Die wichtigsten Vitamin K-Lieferanten
Vitamin K kommt in vielen heimischen Kohlsorten vor, die in jedem Supermarkt günstig zu kaufen sind. Dazu gehören Grünkohl, Rotkohl, Blumenkohl und Rosenkohl, sowie Brokkoli und Spinat. Eine wahre Vitamin K-Bombe ist das oft stiefmütterlich behandelte Sauerkraut: Es mag nicht sonderlich appetitlich aussehen, doch eine Portion von 100g bringt es auf stattliche 1540 Mikrogramm Phyllochinon. Andere Gemüsesorten wie Spinat bringen es dagegen “nur” auf 400 Mikrogramm pro 100 Gramm. Solange kein krankheitsbedingter Vitamin K-Mangel vorliegt, kann der tägliche Bedarf von etwa 80 Mikrogramm gewöhnlich gut durch eine leckere Portion Gemüse pro Tag abgedeckt werden.