Vitamin-E-Mangel
Vitamin E wird oft in seiner Notwendigkeit unterschätzt, doch es leistet im Körper unschätzbare Dienste als Fänger von freien Radikalen, die die menschlichen Zellen angreifen. Ein Vitamin E-Mangel muß daher ernst genommen und schnellstmöglich ausgeglichen werden.
Vitamin E als Schützer der Körperzellen
DAS Vitamin E gibt es eigentlich nicht, denn unter Vitamin E werden ingesamt sechzehn Substanzen eingeordnet, die in der Natur vorkommen. Die vier bekanntesten sind die sogenannten Tocopherole, die gewöhnlich gemeint sind, wenn von Vitamin E die Rede ist.
Bekannt ist Vitamin E vor allem wegen seiner Schutzfunktion, die freie Radikale im Körper abfängt und neutralisiert. Freie Radikale sind aggressive chemische Verbindungen, die die Körperzellen angreifen und so für eine vorschnelle Alterung sorgen, und den Körper anfälliger für Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose und sogar Alzheimer werden lassen. Durch die Bekämpfung der freien Radikalen werden rote Blutkörperchen, das Nervensystem und die Muskulatur gestärkt, die von der verbesserten Durchblutung profitiert.
Vitamin E-Mangel sollte vermieden werden
Die benötigte Tagesdosis von zirka 30mg wird bei einer ausgewogenen Ernährung ausreichend über die normalen Mahlzeiten aufgenommen. Wichtige Lieferanten von Vitamin E sind Pflanzenöle wie Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Weizenkeimöl. Sollte ein Vitamin E-Mangel vorliegen, kann es daher hilfreich sein, zum Beispiel beim Kochen statt Butter oder Margarine Pflanzenöle zu verwenden. Weitere gute Lieferanten von Vitamin E sind Vollkornprodukte, Milch, Eier, Nüsse und verschiedene Gemüsesorten wie Spinat, Kohl, Erbsen und Karotten. Beliebt sind auch synthetische ACE-Präparate, die dem Körper die wichtigen Vitamine A, C und E zuführen.
Bei einem Vitamin E-Mangel kann es zu Funktionsstörungen der Leber oder des Fettstoffwechselns kommen. Dies kann wiederum zu Herz-Kreislaufstörungen führen, sowie bei älteren Menschen zu Gelenk- und Muskelproblemen und zu Arterienverkalkung.
Zuviel des guten Vitamin E ist jedoch auch nicht gut: Da der Körper Vitamin E speichert, kann es bei einer Überversorgung, insbesondere bei der Einnahme von speziellen Präparaten, zu einer Hypervitaminose kommen. Diese macht sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit und allgemeine Niedergeschlagenheit bemerkbar.