Fettlösliche Vitamine
Vitamine lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Wasserlösliche Vitamine, die über die Nieren sofort wieder ausgeschieden werden, und daher laufend eingenommen werden müssen, und fettlösliche Vitamine, die im Körper Depots bilden können. Bei diesen ist es daher wichtig, keine schädigende Überversorgung entstehen zu lassen.
Die EDEKA Vitamine
Als fettlösliche Vitamine gelten die Vitamine Retinol/Beta-Carotin (A), Calciferol (D), Tocopherol (E) und Phyllochinon (K), die man sich über die Eselsbrücke EDEKA merken kann. Sie alle sind wichtig um den Körper zu schützen und zu stärken.
Retinol (Vitamin A) wird aus dem Provitamin Beta-Carotin gewonnen, das der Körper selbst umwandelt. Bekanntester Lieferant von Beta-Carotin ist die Möhre. Wer hat als Kind nicht gelernt, dass Möhren gut für die Augen sind? Tatsächlich stärkt das in der Möhre vorhandene Beta-Carotin als Vitamin A die Sehkraft und das Zellwachstum. Die Tagesdosis sollte etwa 1mg betragen, bei Schwangeren 1,5mg. Neben der Möhre sind auch Äpfel, Spinat und rote Paprika hervorragende Lieferanten von Beta-Carotin.
Calciferol (Vitamin D) unterstützt die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung und stärkt Knochen und Zähne. Der wichtigste Lieferant von Vitamin D ist die Sonne. Pro Woche sollte direktes Sonnenlicht für 15-20 Minuten auf die Haut scheinen können, z.B. bei einem Spaziergang oder einem kurzen Aufenthalt auf dem Balkon. In den Sommermonaten speichert der Körper gewöhnlich genügend Vitamin D, um den Sonnenlichtmangel im Winter auszugleichen. Weitere Vitamin D-Lieferanten sind fette Fische wie Lachs und Thunfisch, sowie Eigelb.
Tocopherol (Vitamin E) ist als Fänger der sogenannten freien Radikalen und aggressiven Verbindungen bekannt, die die empfindlichen Zellmembrane angreifen und das Immunsystem schwächen. Vitamin E hält die freien Radikalen in Schach und wirkt so vorbeugend gegen Arteriosklerose und Krebs. Ein Mangel an Vitamin E führt außerdem zu trockener, juckender Haut. Zu den wichtigsten Vitamin E-Lieferanten gehören pflanzliche Öle wie Olivenöl und Sonnenblumenöl sowie Nüsse.
Phyllochinon (Vitamin K) stärkt die Fähigkeit des Körpers zur Blutgerinnung. Die besten Lieferanten für Vitamin K sind Kohlsorten und Brokkoli.
Zu viel ist auch nicht gut
Da fettlösliche Vitamine im Körper gespeichert werden, kann es unter Umständen zu einer Überversorgung kommen, der sogenannten Hypervitaminose. So führt eine Überdosis Vitamin A zu Kopfschmerzen oder Übelkeit. Bei gesunden Menschen, die sich ausgewogen ernähren, sind Hypervitaminosen jedoch ausgesprochen selten.