Trennkost
Richtig trennen bei der Trennkost
Trennkost hat sich seit zwei Jahrzehnten als Diätvariante etabliert, deren Grundregel besagt, dass verschiedene Lebensmittelgruppen nicht vermischt gegessen werden sollen, insbesondere eiweißhaltige und kohlenhydrathaltige Lebensmittel. Beliebt ist die Trennkost, weil dabei auf kaum eine Leckerei ganz verzichtet werden muss.
Die Geschichte der Trennkost
Die heutige Trennkost geht auf den amerikanischen Arzt William Howard Hay zurück, der den Ursprung menschlichen Übels in einer Übersäuerung des Körpers sah, die durch die gemeinsame Aufnahme von Eiweiß und Kohlenhydrate entsteht. Da der Körper nicht beides gleichzeitig verdauen könne, käme es im Darm zu Gärungsprozessen, die wiederum zu Krankheiten führen können. Um eine Übersäuerung zu vermeiden, muss das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper gehalten und die Ernährung entsprechend angepasst werden.
Laut Hay sollte die Ernährung aus 80% basischer Kost bestehen, darunter Brot, Obst und Gemüse. Säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Käse, Zucker und Milchprodukte sollen nur 20% ausmachen. Dabei ist offensichtlich, dass die basischen Lebensmittel wie Gemüse und Obst wesentlich weniger Kalorien enthalten als die säurebildenden Lebensmittel wie Käse, Fleisch und Zucker. Bei einem Umstieg auf Trennkost wird also generell die Kalorienaufnahme verringert, wodurch es zur Gewichtsabnahme kommt.
Da auf Lebensmittel, die sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate enthalten, komplett verzichtet werden soll, fallen etliche beliebte kalorienreiche Mahlzeiten ganz weg, darunter zum Beispiel Spaghetti Bolognese, die aus kohlenhydratreicher Pasta und eiweißhaltigem Hackfleisch besteht, oder sämtliche Formen des Hamburgers, der sich aus einem Brötchen (Kohlenhydrate) und einer Fleischbulette (Eiweiß) zusammensetzt.
Wie sieht ein Trennkost Frühstück aus?
Für viele Deutsche ist ein üppiges Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages, vor allem am Wochenende. Da dann besonders viele Dinge durcheinander gegessen werden, stellt sich an Trennkost interessierten Menschen die Frage, wie denn ein Trennkost Frühstück aussehen soll. Ganz einfach: Beim Frühstück stehen die Kohlenhydrate im Mittelpunkt, die im Brot und Müsli stecken. Dazu sind weitere basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse ebenso erlaubt sowie Margarine, Marmelade und Honig. Das leckere Frühstücksbrötchen und der gesunde Obstsalat dürfen also ohne schlechtes Gewissen zusammen verspeist werden.
Schlechte Nachrichten gibt es für Liebhaber des Frühstückseis: Da auf Eiweiß verzichtet werden soll, sind gekochte Eier ebenso tabu wie Rühreier. Auch auf Milch, Milchprodukte und Fleisch sollte verzichtet werden, d.h. auf Wurst, Schinken und Käse auf dem Frühstücksbrötchen.